SAMBA Installation
Installation mit RPM:
Im Folgenden gehen wir davon aus, daß ein vorkompiliertes Paket (z.B. samaba.rpm) von der original CD installiert werden soll.
Legen sie die CD ein, auf der sich das oder die Samba-Binär-Files befinden, und mounten [1]sie diese
mount /mnt/cdrom # bei RadHat [2]
anschließend in das Verzeichnis mit den entsprechenden Paketen wechseln. Wenn hier ein RPM aus dem Internet zum Einsatz kommt wechseln sie in ihr Dowloadverzeichnis
cd /mnt/cdrom/RedHat/RPMS/ # /cdrom/suse/n1 bei SuSE
Nun müssen die benötigten Pakete installiert werden.
rpm -ivh samba-common*.rpm # bei einigen Distris benötigen sie
rpm -ivh samba-client*.rpm # u.U. mehrere Pakete
rpm -ivh samba-*.rpm
Mit “*” wird die in den Verzeichnis befindliche Version installiert. Liegen in einem Verzeichnis mehrere Dateien, muß der vollständige Namen des Paketes angegeben werden
Mit rpm -Uvh *.rpm (Upgrade) wird zuerst die vorhanden Version des Paketes deinstalliert, bevor das neue Paket automatisch installiert wird. Evtl. vorhanden Konfigurationsdatein (z.B. /etc/smb.conf) werden gesichert (/etc/smb.conf.rpmsave).
Fehler können auftreten mit sogenannten Abhängigkeiten, d.h. ein Paket setzt bei seiner Installation das Vorhandensein eines anderen voraus. Hier ein Beispiel dazu:
rpm -ivh samba-client*.rpm
Fehler: fehlgeschlagene Paket-Abhängigkeiten:
samba-common = 2.0.5a wird von samba-client-2.0.5a-12 gebraucht
In diesem Fall muß zuerst das Paket “samba-common-2.0.5a” installiert werden!
Viele Wege führen nach Rom, so auch zu RPM. Als Anhalt sei hier “kpackage”, “yast” oder “mc” genannt.
Installation unter Debian:
Das Einspielen von Paketen in Debian, ist etwas komplexer als das in RPM-basierte Systeme, da mehrere Schritte nötig sind um, dem Paketmanager (dpkg) aktuell und “sauber” zu halten.
Das “Standartprogramm” zum Installieren oder auch Entfernen von Paketen heißt “dselct”, worauf ich hier, vorerst nicht näher eingehen möchte.
Der “Komandozeilenbefehl” zum Umgang mit Debianfiles heißt logischerweise “dpkg” .Die Installation erfolgt, von einer CD wie folgt.:
mount /cdrom
cd /cdrom/dists/potato/main/binary-i386/net
dpkg -i samba-common*
dpkg -i samba_*
dpkg -i smbclient*
dpkg -i swat*
dpkg -i /cdrom/dists/potato/main/binary-i386/otherosfs/smbfs*
dpkg -i task-samba*
Natürlich müssen die Dateien von dem Verzeichnis aus, installiert werden, in dem sie sich auch befinden (wen nicht auf CD).
Auch unter Debian können Probleme mit nicht gelösten Abhängigkeiten auftreten
dpkg -i task-samba*
Selecting previously deselected package task-samba.
(Reading database ... 50226 files and directories currently installed.)
Unpacking task-samba (from task-samba_0.3.deb) ...
dpkg: dependency problems prevent configuration of task-samba:
task-samba depends on smbfs; however:
Package smbfs is not installed.
dpkg: error processing task-samba (--install):
dependency problems - leaving unconfigured
Errors were encountered while processing:
task-samba
Hier muß erst smbfs*.deb installiert werden
Einfach geht’s mit apt
Wer möglichst immer die aktuelle Version von SAMBA verwendet, trägt die Dowloadquelle in die sources.list von apt ein.
Ein
mcedit /etc/apt/sources.list
sollte etwa solch eine Datei öffenen.:
deb ftp://ftp.debian.org/debian/ sarge main non-free contrib
deb http://non-us.debian.org/debian-non-US sarge/non-US main contrib non-free
deb-src ftp://ftp.debian.org/debian/ sarge main non-free contrib
deb-src http://non-us.debian.org/debian-non-US sarge/non-US main contrib non-free
# samba
deb ftp://us2.samba.org/pub/samba/Binary_Packages/Debian/samba3/ stable main
Der hier rot markierte Eintrag zeigt auf die Downloadquellen des SAMBA-Teams.
Es existieren natürlich auch die Server us1.samba.org... usw.
apt-get update
akualisiert die verfügbare Pakete des Systems.
apt-get upgrade
Startet den Download (Verbindung zum Internet sollte stehen ;) aller (nicht nur SAMBA) zu aktualisierenden Pakete, natürlich auch SAMBA.
Evtl. wird nach Änderungen an den Konfigurationsdateien gefragt.
Mit N=default (Im Zweifel nur die <ENTER>Taste drücken) werden die bestehenden Konfigurationen beibehalten.
Das wars :)
Der wohl einfachste Weg für Linuxeinsteiger, ist die Arbeit mit “mc [3]”.
Einfach, wie gewohnt, mit Tastatur (Cursortasten und Tab) im Dateisystem bewegen, bis zu dem Verzeichnis, in dem die Pakete liegen.
Nun die benötigte Datei mit <Enter> öffnen (diese darf nicht mit einem * [4] markiert sein)
“INSTALL” und “UPGRADE” (bei Debian nur “INSTALL”) sind hier ausführbar, d.h. ein <Enter> auf “INSTALL” installiert das geöffnete Paket.
Im “HEADER” (<F4>) stehen Informationen zu jeweiligen Paket.
Etwaige Fehler werden auf der Konsole unter mc gemeldet, die evtl. erst nach Beenden (<F10>) von mc sehen.
Installation der Quellen:
Das kompilieren und installieren der source(quell)-codes ist etwas umfangreich und komplex und wird hier beschrieben
[1] mounten -- ins Filesystem einbinden
[2] bei anderen Distris ist der Mountpoint für das CD-Rom einfach nur /cdrom
[3] mc wird nicht sofort bei allen Distris installiert, sollte aber im Liferumfang enthalten sein. Für Anfänger und Usern, die schon zu lang mit DOS gearbeitet haben, fast ein Muß.
[4] Das bedeutet, das die Datei für das Linuxsystem als ausführbar markiert ist (Stichwort: chmod)
